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Um drei an der
K-W-Brücke!
Wartberg Verlag Gudensberg-Gleichen Herbst 2008, 11 Euro
Unzählige
Wilhelmshavener trafen und treffen sich an der K-WBrücke, einem der
Wahrzeichen der Stadt. Und sie erzählen sich Geschichten aus ihrer
Stadt – ganz so wie Martin Wein, der zahlreiche
amüsante Begebenheiten für Sie zusammengestellt hat.
Erinnern
Sie sich daran, dass 1955 der Weihnachtsmann in Wilhelmshaven
notlandete und im Norden der Stadt die F’grodener Jungs gegen die
Voslapper ins Grünkohlfeld zogen? Oder waren Sie vielleicht selbst
dabei, als die ersten Seifenkisten die Sander Berge hinabsausten,
während in der Stadt der Sensenmann persönlich gegen Verkehrsraser auf
die Straße ging? Und wissen Sie,
wem die große Flut von 1962 ein
Festessen bescherte, oder dass Mutter Gerken mit ihren drei Mädchen auf
hoher See die „MS Wilhelmshaven“ stoppte? Lassen Sie sich entführen auf
eine Erinnerungsreise in das Wilhelmshaven der letzten Jahrzehnte!
Stadt wider Willen
Kommunale Entwicklung in Wilhelmshaven / Rüstringen 1853 - 1937
Tectum Verlag Marburg 2006, 29,90 € ISBN-13:978-3-8288-9201-9
Wilhelmshaven – die Stadt, die nicht werden sollte. Im dritten Viertel des „langen“ 19. Jahrhunderts entstand sie als Anhängsel von Preußens Marinehafen an der Nordsee.
Das Volk aber siedelte außerhalb der geplanten Festung in der Oldenburger Marsch. Sieben Jahrzehnte lang beäugten sich Militärs und Beamte hüben und die Hafen- und Werft-Arbeiter drüben. Sieben Jahrzehnte verhandelten die Staaten über einen Zusammenschluss der Gemeinwesen als Bollwerk gegen die „rote Gefahr“. Die Aufbau-Probleme moderner Kommunen mit differenzierten Einrichtungen zur Daseinsvorsorge kamen alsbald und wogen durch die Grenze doppelt schwer. Die Stadtrechte kamen hingegen erst 1918/19. Und die Vereinigung der Städte war ein Federstrich der Nationalsozialisten, ein kümmerlicher Rest ihrer geplanten Reichsreform.
Zeitgenossen verglichen die Jade-Region gerne mit dem „Wilden Westen“. Tatsächlich boten die verworrenen Verhältnisse in Oldenburgs Jade-Gemeinden der Arbeiterschaft eine herausragende Gelegenheit zur Selbstorganisation ihrer Verhältnisse.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte aus tiefster Provinz, die fast über Nacht zu einem strategischen Nabel des Deutschen Reiches wurde.
Zirkus zwischen Kunst und Kader
Das Zirkuswesen in der SBZ/DDR
Duncker & Humblod Verlag Berlin 2001, 18 Euro
Zirkus Barlay, Busch und Aeros, Probst, Frankello oder Hein - für viele Bürger der ehemaligen DDR haben diese Namen noch heute fast magischen Klang. In der linientreuen Kulturlandschaft des Arbeiter- und Bauernstaates bot die Illusionswelt im Manegenrund zweckfreie Ablenkung vom staatlich regulierten Alltag.
Kein Wunder, daß SED und Staat bald ihre Fühler hinter die bunten Planen ausstreckten: Bei grundsätzlicher Anerkennung der Artistik versuchten sie schnell, die Privatbetriebe ihren planwirtschaftlichen und kulturpolitischen Dogmen zu unterwerfen, den Umbau von Staat und Gesellschaft bis unters letzte Chapiteau zu vollziehen. Gerade die Fahrenden mit ihrem oft schillernden Lebenswandel waren den Funktionären als öffentliche Beispiele einer unangepaßten Gegenkultur ein Dorn im Auge, aber gerade sie widersetzten sich beharrlich dem Drängen nach Normierung.
So waren die Eingriffe subtiler als bei anderen Privatbetrieben, wenngleich nicht weniger zielstrebig. Die großen Unternehmen wurden verstaatlicht, die kleinen und mittleren Zirkusse weitgehend zu Weisungsempfängern degradiert und mit scheinlegalen Winkelzügen verdrängt. Trotzdem gehörten private Zirkusse bis zur Wende zu den bürgerlichen Anachronismen im real existierenden Sozialismus.
Durch die enge Verflechtung wirtschaftlicher und kultureller Aspekte erscheinen die Zirkusse der DDR als ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen, zeigen Methoden, Mechanismen und Grenzen realsozialistischer Umgestaltung. Auch wenn die Zirkushistorie in mancher Hinsicht eigene Wege ging, besitzt diese Spezialgeschichte einen hohen Verweischarakter für das Verständnis der DDR insgesamt, der hier erstmals thematisiert wird. Dargestellt wird vorwiegend aus der Opferperspektive und gleichberechtigt anhand von Archivstudien wie Zeitzeugeninterviews zunächst die allgemeine strukturelle Entwicklung im Zirkuswesen von 1945 bis 1989. Ausgewählte Fallbeispiele lassen sodann das Schicksal privat reisender Zirkusfamilien lebendig werden als ständigen Drahtseilakt zwischen Triumph und Niederlage.
"Das Buch erzählt von Zirkusdirektoren, die sich Schleichpfade in der Diktatur suchten, und solchen, die sich unterordneten. Ein spannender Teil der DDR-Geschichte, den Wein als exemplarisch begreift."
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine
"Dem Autor ist nicht nur ein kenntnisreiches und belehrendes, sondern zugleich ein gut geschriebenes , dem Laien verständliches und charmant bebildertes Büchlein gelungen, das wunderhübsche kleine Geschichten enthält."
Soziologie und Kult
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Land hinter den Wellen
Isensee Verlag, Oldenburg 1996, 144 Seiten, 11 Euro
Zu beziehen über: Isensee Verlag, Haarenstr. 20, 26122 Oldenburg, Tel. 0441 / 2 53 88
40 000 Jahre vor der Gegenwart, irgendwo im Südpazifik. Zwei Freunde sind zum Fischen aufs Meer gefahren. Was als Mutprobe begann, endet in der Katastrophe. Der Sommermonsun trägt das Bambusfloß weg von der heimatlichen Küste. Es beginnt eine spannende Reise zu neuen Ufern. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als verwirrende Träume den Steinzeitmenschen Einblick gewähren in fremde Dimensionen der Traumzeit...
"Ein liebenswertes Stück australischer Vorgeschichte."
Rüdiger Nehberg
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